Die Corona-Krise ist auch eine Klopapier-Krise. Nicht nur, dass der Mangel nervt, auch verschärft er zeitweise ein ganz anderes Problem: Rohre verstopfen, da die Menschen keine aufweichbaren Alternativen nutzen. Denn während Toilettenpapier speziell hochauflösend im Wasser ist, sodass Ballaststoffe im Abwasser minimiert werden, bestehen Taschentücher, Einwegwaschlappen, Kosmetiktücher, Küchenpapier oder feuchtes Toilettenpapier meist aus reißfestem Material, dass sich auch nach längerer Zeit im Abwasser nicht zersetzt.
Die Folge: Immer mehr Abwasserentsorger kämpfen mit verstopften Pumpen und Kanälen. Bis auf kleinere Ausnahmen sei es gerade ein flächendeckendes Problem, erklärte kürzlich der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), der rund 1500 Stadtwerke hierzulande vertritt. Und das Problem kann richtig teuer werden. Denn die inzwischen fast täglich verstopften Pumpenanlagen müssen mit erheblichem Aufwand gesäubert und wieder in Betrieb genommen werden. Hierdurch entstehen sehr hohe und eigentlich vermeidbare Kosten, die dann von jedem Einwohner über die Abwassergebühr getragen werden.
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